Games

The Division 2: Die Befreiung von Washington, DC, und was ihr wissen solltet

Private Alpha, Private Beta, Technische Beta, Open Beta: Die Entwickler von The Division 2 haben nichts dem Zufall überlassen, immer wieder getestet und nach Feedback der Community verbessert und getüftelt. All das war wichtig, damit die Bedenken, dass es sich am Ende lediglich um ein The Division 1.5 handeln würde, zerstreut werden konnten. Der erste Teil des Action-RPG-Shooters war schließlich einige Zeit von technischen Problemen und Lücken in der Story gebeutelt. Das sollte mit The Division 2 nicht noch einmal geschehen, und ohne zu viel zu verraten: ist es auch nicht.

Der Hintergrund
In Washington, DC, geht unser Abenteuer weiter. Nachdem New York im Laufe der letzten Jahre befreit worden ist – natürlich nur durch unsere Hilfe als Agenten der Division – geht es in der US-amerikanischen Hauptstadt ans Eingemachte. Nachdem ein verrückter Wissenschaftler die Apokalypse losgelassen hat, liegt die einstmals strahlende Metropole in Trümmern. Auf der einen Seite die Überlebenden, die versuchen ihre Stadt wiederaufzubauen, auf der anderen Seite üble Gangs und eine mächtige Organisation, der ihr erst im Endgame ab Level 30 entgegentretet. Religiöse Fanatiker, die so genannten True Sons, machen ebenso den Einwohnern von Washington das Leben schwer wie die Hyenas, Hyänen der Stadt, die aus Spaß plündern, foltern und töten. Und wer muss das ganze Chaos mal wieder bereinigen? Ihr natürlich! Wobei in The Division 2 nicht nur das kooperative Spielen mit Freunden wichtig ist, sondern einige NPCs im Laufe der Geschichte eingreifen, ohne die ihr nicht wirklich eine Chance habt.

Eure Basis ist kein anderes Gebäude als das Weiße Haus, das durch euer Mitwirken an der Hauptgeschichte stetig wiederaufgebaut und verbessert wird. In der Story, die laut den Entwicklern ungefähr 40 Stunden Spielzeit verspricht, geht es um nichts Geringeres als die Wiedereroberung der amerikanischen Hauptstadt – entweder allein, mit Freunden im Koop-Modus oder mit anderen Agenten, die über das Rufsystem nach Hilfe rufen.

Ein Sektor nach dem anderen…
Obwohl es die so genannten Safe Houses aus The Division weiterhin gibt, sind die Siedlungen Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. In diesen Siedlungen haben sich Überlebende zusammengeschlossen, um sich zu schützen und so was wie Normalität zu schaffen. Für euch sind diese Siedlungen immens wichtig: Wenn ihr Missionen für die Siedlungen erfüllt, verbessert ihr dadurch nicht nur die Siedlungen selbst (neue Sektionen werden gebaut, die Infrastruktur verbessert), sondern bekommt Hilfe durch NPCs, die sich dann auf den Weg ins Weiße Haus machen, um euch zu helfen. So verbessert ihr in The Division 2 eure Basis, durch neue Mitarbeiter, die zum Beispiel Crafting, Darkzone-Missionen etc. freischalten.

Für jeden Levelbereich gibt es Sektoren von Washington, in denen ihr Missionen, Nebenmissionen und Events absolviert. Ganz Washington ist voll von Ereignissen, an jeder Straßenecke gibt es was für euch zu tun. Besonders gut gefallen hat uns, dass die Nebenmissionen endlich umfangreich und spannend sind und nicht nur ein paar Minuten stumpfes Geballer benötigen. Wenn ihr dann die Storymissionen in einem Sektor durchgespielt habt, feindliche Außenposten von den Terroristen befreit habt, die örtliche Siedlung durch Nebenmissionen voll ausgestattet habt, gilt ein Sektor als befreit und ihr macht euch auf den Weg in den nächsten Bereich.

Washington in voller Größe
Wenn man sich die Karte von The Division 2 anschaut, erkennt man sehr schnell, wie viel Wert die Entwickler auf Details und Realismus gelegt haben. Durch Satellitenbilder konnte Washington perfekt nachempfunden werden. Wer in der amerikanischen Hauptstadt wohnt, kann seinen täglichen Arbeitsweg in The Division 2 komplett nachlaufen. Auch die drei Darkzones im Spiel entsprechen Gegenden am Stadtrand von Washington. Der einzige Aspekt, wo die Entwickler ihrer Kreativität zumindest teilweise freien Lauf gelassen haben, sind die PVP-Bereiche im Spiel. Anders als im ersten Teil stolpert ihr nicht mehr versehentlich in PVP-Gefechte, die Zonen für die verschiedenen PVP-Modi sind extra für diese Aktivität entwickelt worden.

Darkzones und abtrünnige Agenten…
Sprechen wir mal über die Aktivitäten abseits der Hauptgeschichte. Es gibt in The Division 2 drei verschiedene Darkzones, die Spieleranzahl wurde von 24 auf 12 Spieler verringert und kleine Verbesserungen am Balancing eingeführt. Solltet ihr den Status eines abtrünnigen Agenten haben (Rogue Agent), könnt ihr nicht mehr wie früher am Eingang der Darkzone auf Neuankömmlinge warten und sie direkt abschlachten. Geschütze an allen Eingängen nehmen euch sofort unter Beschuss, wenn ihr den Status eines Rogue Agents habt. Da haben die Entwickler gut zugehört, eine echte Verbesserung zu The Division.

Ebenso gibt es jetzt Abstufungen des Rogue-Agent-Status: Weiß bedeutet, dass ihr irgendwas gegen das Team gemacht habt (man kann zum Beispiel Loot stehlen), das ist aber noch nicht so schlimm, ihr werdet auf der Minimap nicht angezeigt und könnt den Status schnell wieder loswerden, indem ihr SHD-Terminals hackt. Nachdem ihr drei solche Terminals gehackt habt, bekommt ihr Zugang zu einem besonderen Safe House innerhalb der Darkzone, findet dort Loot und könnt euren Status zurücksetzen. Ab dem Moment, in dem ihr eindeutig abtrünnig und gegen die Division arbeitet, bekommt ihr einen Manhunt-Status und solltet ihr auf andere Agenten schießen, werdet ihr gejagt und auf der Minimap der Darkzone angezeigt. Das ist dann Nervenkitzel pur!

Loot und das Endgame von The Division 2
Nach dem Erreichen von Level 30 geht es eigentlich erst richtig los. Wie in einem Looter-Shooter üblich, müsst ihr eure Waffen, Rüstung und andere Faktoren perfektionieren. In The Division 2 gibt es allerdings etwas Neues: Spezialisierungen. Wo ihr im ersten Teil noch durch die Gegenstände, die ihr am Charakter hattet und die jeweiligen Spezialeigenschaften der Rüstungsteile eine Art Spezialisierung erreichen konntet, gibt es in The Division 2 drei Endgame-Spezialisierungen, die alle ganz besondere Fähigkeiten und Möglichkeiten bieten: Scharfschütze, Grenadier und Überlebensexperte. Jede dieser Spezialisierungen bringt einige Besonderheiten mit sich, unter anderem eine individuelle Waffe, einen einzigartigen Skill-Mod, eine einzigartige Granate, eine einzigartige Sekundärwaffe, einen einzigartigen taktischen Link – einen Gruppen-Buff mit Fokus auf Taktik und Stellungsspiel, ein einzigartiges Talent, das beim Einsatz von Reparaturkits ausgelöst wird, Vorteile für bestimmte Waffengattungen, ein Talent für den Gewinn von Munition für die individuellen Waffen, ein Talent, Munition für die individuellen Waffen für die gesamte Gruppe zu erzeugen.

Übrigens: Ihr müsst in The Division 2 nicht mehr für jede Waffe Anbauteile individuell finden. Im Laufe der Hauptgeschichte werden Optiken/Zielfernrohre, Magazinerweiterungen, Schalldämpfer etc. freigeschaltet. So könnt ihr jede freigeschaltete Modifikation an allen Waffen nutzen, die diese Modifikation erlaubt, habt die Taschen frei und müsst nicht ständig umbauen. Das ist eine geniale Änderung, die viel im täglichen Gameplay verbessert.

Also, es wird Zeit euch der Division wieder anzuschließen und in The Division 2 Washington aus den Händen der Terroristen zu befreien – die Bewohner der Stadt werden es euch danken! Werdet zu den besten Agenten, die die SHD jemals hatte. Wir sehen uns auf den Straßen von Washington, DC!