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Microsoft xCloud Gameplay-Eindrücke – Extreme Gaming für unterwegs

Wir haben uns genauer mit Microsofts Project xCloud beschäftigt, um einen tieferen Einblick zu bekommen. Konnte uns das System überzeugen?

Microsoft xCloud Gameplay-Eindrücke – Extreme Gaming für unterwegs

Als Microsoft mit Project xCloud erstmals seine Cloud-basierte Spieloption vorstellte, war der Schock, AAA-Titel wie Gears 5 dann auf einem Mobilgerät spielen zu müssen, sofort spürbar. Konnten xCloud-Spiele wirklich so funktionieren, wie Microsoft es versprochen hatte? Wir haben uns diese Woche hingesetzt und dem Cloud-basierten Mobilerlebnis einige ernsthafte Spielzeit gewidmet, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Das System von Microsoft soll ein Spiel-Streaming-Dienst sein, der mit Google Stadia konkurrieren kann und Mobilgeräte effektiv in leistungsstarke Spielmaschinen verwandelt (natürlich in einem viel kleineren Maßstab). Es besteht kein Zweifel, dass die anfängliche Enthüllung und die wachsende Bibliothek beeindruckend waren, aber das konnte die Zweifel nicht voll abwehren, wie diese wahnsinnig komplizierten Spiele auf einem so kleinen Gerät funktionieren würden. Das Urteil? Überraschend gut!



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Wie fühlt sich xCloud zu Anfang an?

Obwohl sich der Dienst noch in der Beta-Phase befindet, war die Anwendung sehr leicht über eine Benutzeroberfläche zugänglich, die den Fans der Xbox Companion App vertraut ist. Es gibt auch einige Ähnlichkeiten mit der Xbox-One-Benutzeroberfläche, was die Navigation für diejenigen erleichtert, die bereits für „Team Green“ spielen.

Von AAA-Hits, die Shooter, Rennspiele und Survival-Titel umfassen, bis hin zu einem gesunden Pool an Indie-Abenteuern, in den man direkt eintauchen kann, war die ständig wachsende Bibliothek definitiv umfangreich genug, um mein Interesse an der xCloud-Erfahrung aufrechtzuerhalten. Um meiner Erfahrung und Transparenz willen tauchte ich zunächst in Darksiders III, Halo 5, Dead by Daylight und Gears 5 ein, um meine Zeit mit xCloud möglichst effektiv zu nutzen und dann in der nächsten Woche einige der Renntitel auszuprobieren.

Da ich in Gears 5 schon viel mehr Zeit verbracht habe, als ich zugeben sollte, entschied ich mich, zuerst diesen Titel zu testen, da ich dort direkte Vergleiche am leichtesten ziehen kann. Meine Erfolge und Fortschritte waren nicht verloren, stattdessen sah ich ein Pop-up mit der Meldung „Ihr Profil synchronisieren“, das mich darauf aufmerksam machte, dass meine Cloud-Speicherstände importiert werden. Nachdem ich diesen Schritt abgeschlossen hatte, war es an der Zeit, direkt einzutauchen.

Als erstes fiel mir auf, dass sich die Ladezeiten schneller anfühlten als ich es von den Konsolen gewohnt war. Und als alles geladen war, war es Zeit, sich in die Action zu schmeißen. Und ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass ich so beeindruckt sein würde. Als jemand, der törichterweise versucht hat, Dragon Age Inquisition auf der PS Vita per Remote Play (Spoiler: Spielte sich wie Crap) zu spielen, hatte ich die Sorge, dass es bei der xCloud-Erfahrung die gleichen Probleme geben würde.

Nein.

Zumindest nicht von dem, was ich bisher gesehen habe. xCloud verwendet einen Controller, so dass man sich keine Gedanken über die Anpassung an verschiedene Steuerungen machen muss, und das Ganze sah buchstäblich so aus, als ob man die Xbox-Erfahrung nochmals erlebt, nur viel kleiner. Es war irgendwie verrückt, wieder in die Rolle von Kait Diaz zu schlüpfen, nun in super-klein, aber das machte richtig Spaß. Als jemand, der viel auf Reisen ist, war dies eine großartige Alternative zum Schleppen eines großen Gaming-Laptops (obwohl meine Nintendo Switch immer ein Muss sein wird).

Es gab ein paar Momente, in denen ich aufgrund meiner Internetverbindung weniger Spaß beim Gameplay hatte, aber diese Momente waren selten und dauerten nicht lange. Davon abgesehen muss ich auch erwähnen, dass es eine leichte Latenz oder Lag im Gameplay gibt – aber das ist so irrelevant, dass ich ganz genau hinschauen musste, um das überhaupt zu erkennen, und das habe ich nur für den Zweck dieses Artikels getan. Mir ist aufgefallen, dass es bei Spielen wie Gears 5 einige Male superintensive Momente gab, bei denen die Wahrscheinlichkeit für einen Leistungseinbruch höher war, obwohl es auch hier keine entscheidende Erfahrung war, die das Spiel für mich kaputtgemacht hätte.

Weil ich alt bin und meine Augen manchmal nicht mehr so gut sind, bin ich im Laufe des Tests von einem Samsung Galaxy S10 auf ein Galaxy-Tablett gewechselt, und für mich war das allein schon wegen des größeren Bildschirms eine viel angenehmere Erfahrung, die für mich persönlich mit weniger Augenbelastung einherging. Bei Spielen wie „Dead by Daylight“ und „Children of Morta“ ist der größere Bildschirm nicht notwendig, aber bei den intensiveren Titeln mit vielen kleinen Details? Da macht der größere Bildschirm einen echten Unterschied.

Die Spezifikationen

Das Spielen von xCloud war mit einer Download-Geschwindigkeit von 20mb/s und einem niedrigen Ping sowie einer überschaubaren Latenzzeit meist ohne jedes Problem möglich. Bei der gleichen Geschwindigkeit funktionierte Halo 5 genauso gut wie auf einer Konsole, was für Master-Chief-Fans wie mich natürlich sehr schön zu sehen war.
Ein paar Details dazu:

  • Höchster Ping war 21
    • Das war der Zeitpunkt, als ich ein paar kleinere Probleme bei Gears 5 erkennen konnte
  • Höchste Latenz war 40 ms
  • Nach Begrenzung der Downloadgeschwindigkeit 30 ms

Mein Urteil?

Wirklich sehr beeindruckt. Erstens, es ist noch eine Beta-Version, und dennoch waren die Probleme, mit denen ich konfrontiert war, weitaus weniger als das, was ich bei einem so frühen Test erwartet hatte. Zweitens: Der Übergang von der Konsole zum Handheld war fließend, leicht zu navigieren und ihr bekommt eure Spielebibliothek wortwörtlich in die Hand gelegt.

Klar gibt es ein paar Probleme, die Microsoft vor der finalen Markteinführung lösen muss, insbesondere im Hinblick auf die bereits erwähnten Spiele mit mehr Details, aber zum jetzigen Zeitpunkt hat die Streaming-Qualität absolut das gehalten, was Microsoft ursprünglich versprochen hat, und ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Cloud-basierte Dienst entwickelt.
Für diejenigen, die sich für xCloud interessieren, gibt es zwei wichtige Dinge, die ihr wissen solltet:

  • Ihr braucht einen Bluetooth-fähigen Xbox One Controller (den Standard-Xbox-One-Controller)
  • Eine Einladung zur Microsoft xCloud Beta, also müsst ihr Xbox Insider sein
  • Zum jetzigen Zeitpunkt benötigt ihr ein Android-Gerät mit Android 6.0 Marshmellow oder neuer
  • Eine gute Breitband-Internetverbindung

Und? Was denkt ihr dazu? Hat euch unsere Hands-On-Erfahrung eher neugieriger auf die xCloud-Erfahrung gemacht oder euer Interesse eher geschmälert? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


Liana Ruppert schreibt für Turtle Beach. Ihr könnt sie auf Twitter finden.


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