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Und da ist die Open Beta von Battlefield 1 vorbei: Was hat der Titel für Potenzial?

Jetzt, da die Open Beta von DICEs neuestem Titel im Battlefield-Universum beendet ist, schauen wir uns an, welches Potenzial das Spiel hat – nicht nur in reinen Verkaufszahlen, sondern auch im Bereich eSports und für Fans von Multiplayer-Shootern. Battlefield ist schon länger kein echter eSports-Titel mehr. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Maps mit den ersten Add-Ons für Battlefield 2 immer größer wurden und mehr Spieler nötig wurden, um ein Team zu füllen. So ist es schlicht sehr schwer für Clans, konstant ein Team von mehr als 10 Spielern zu stellen, das miteinander trainiert und mit Battlefield 3 und 4 wurde das noch schwerer. Hier waren dann mindestens 16 aktive Spieler notwendig, um die Aufgaben auf den riesigen Maps zu erfüllen. Es mag sein, dass DICE gar nicht unbedingt so darauf aus ist, Battlefield im eSports-Bereich zu etablieren, aber einige der Mechaniken, die mit Battlefield 1 kommen, weisen doch auf eine Ausrichtung des Spiels in Richtung mehr Wettbewerb und eSports hin.

Das große Problem für eine Analyse des Potenzials von Battlefield 1 ist allerdings, dass die Karte, die noch Teil der Closed Alpha war, nicht in der Open Beta gespielt werden konnte. Die Wüstenkarte in der Open Beta war ein bisschen zu groß im Conquest Modus, was den Weg zu einzelnen Aufgaben ohne Pferd, Panzer oder andere Fahrzeuge sehr lang machte. Schnelle leichte und mittlere Panzer, sowie Scharfschützen, waren hier im Vorteil und wurden deshalb von den Spielern der Open Beta klar vorgezogen. Der Netcode wurde sehr verbessert im Vergleich zu dem Netcode, der noch in Battlefield 4 so manchen Spieler zum Verzweifeln brauchte – eine sehr willkommene Verbesserung.

Um all das zu erreichen, was DICE sich mit Battlefield 1 vorgenommen hat, müssen noch einige kleinere und größere Faktoren bereinigt und angegangen werden:

  • Besserer Netcode: Der Netcode hat sich extrem verbessert, DICE haben ihre Lektion aus den Problemen von Battlefield 4 auf jeden Fall gelernt. Aber trotzdem gibt es noch Raum für Verbesserungen. Lag Spikes auf Serverseite und nicht auf Spielerseite sorgen dafür, dass das Spiel Treffer oftmals zu spät registriert, also wenn der Spieler eigentlich schon wieder hinter einer Deckung ist. Dazu kommt, dass die Lebenspunkte hinterherhängen und Spieler manchmal noch sterben, obwohl ein Sanitäter sie schon wieder mit Health Packs versorgt hat etc.
  • Kartendesign: Dieses Thema kann ohne das Endprodukt natürlich nicht vollständig geklärt werden, aber ein Faktor sollte angesprochen werden: In der Closed Alpha konnte man gut erkennen, wie gut die Karten in Battlefield 1 funktionieren können, während die Wüstenkarte der Open Beta leider ein nicht so gutes Balancing hatte. Die meisten Spieler nutzten nur Fahrzeuge. Wenn ein Team einen Punkt hielt und mit der Feuerkraft von Panzern ausgestattet war, war es fast unmöglich, diesen Punkt wieder einzunehmen. Es wird sich zeigen, ob DICE noch ein paar Asse im Ärmel hat, wenn es um das endgültige Balancing der Karten geht, oder ob sie das Balancing mit dem finalen Produkt auf den Live Servern testen und Anpassungen erst dann implementieren werden.
  • Levels, Perks und Waffen: Das System von Battlefield belohnt Spieler, die viel spielen. Schon nach einem Monat ist es für neue Spieler fast unmöglich, den Anschluss zu schaffen, weil die Spieler mit längerer Spielzeit schon so weit vorangekommen sind. Wenn wir uns anschauen, wie es andere Spiele mit starkem Wettbewerbsfaktor machen, zum Beispiel Counter-Strike: Global Offensive, dann können wir leicht erkennen, dass das nicht immer zwangsläufig so sein muss. Durch das Verbessern der eigenen Fähigkeiten durch Training anstatt des reinen Zeiteinsatzes würde Battlefield 1 ein besseres Spiel mit besserem Wettbewerb werden.
  • Ligen und Championships: Im Bereich eSports und Gaming-Wettbewerben wird viel Geld gemacht. Games, die Ligen und Championships haben und mit viel Geld verbunden sind, laufen schlicht besser und länger. Bei den vorigen Battlefield-Teilen haben DICE hier den Anschluss verpasst und nach ein paar Monaten spielten Spieler die Titel immer weniger. Jetzt haben DICE die Möglichkeit, einen frischen Start zu schaffen.
  • Mehr Modi: Ein sehr positiver Faktor der Open Beta war die Einführung des Rush-Modus neben Conquest: schnelleres und interessanteres Gameplay mit weniger Spielern. Ein absolut richtiger Schritt in die richtige Richtung und wir hoffen, dass da noch viel mehr kommt.

Was ist sonst noch zu sagen? Diese Open Beta für Battlefield 1 war die erfolgreichste Beta mit den meisten Spielern in der gesamten Geschichte von Electronic Arts. Mehr als 13,2 Millionen Spieler nahmen an den Tests teil und gaben DICE mehr als genügend Input für die finale Version. Die meistgespielten Klassen waren dabei „Assault“ und – was zu erwarten war – der „Scout“ (die Scharfschützenklasse von Battlefield 1).Gut gemacht!

Battlefield 1 erscheint für PC, PlayStation 4 und Xbox One am 21. Oktober.

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