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Google Stadia vs. Microsoft xCloud

Stadia und xCloud liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um klarzustellen, welche Option am Ende besser ist – und ob es sich am Ende lohnt.

Google Stadia vs. Microsoft xCloud

Die Zukunft des Gamings ist da, in Form zweier technologisch fortschrittlicher Streaming-Optionen, aus denen man wählen kann: Google Stadia und Microsoft xCloud. Da xCloud erst 2020 erscheinen wird, sind diejenigen, die schon an dieser Zukunft teilhaben wollen, jetzt mit dem Release von Google Stadia auf eine Option festgelegt. Aber: Lohnt sich der Einstieg oder sollte man erst auf xCloud warten? Stadia hat durch den Zeitvorteil eine Chance, sich im Streaming-Markt zu etablieren. Allerdings gibt es einige Punkte, die nachdenklich stimmen: Die Anzahl der Titel zum Launch ist nicht sonderlich groß, man muss die Spiele kaufen und Stadia Pro kostet monatliche Gebühren.
Um zu illustrieren, worin die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Stadia und xCloud liegen und damit ihr eine Entscheidung treffen könnt, was sich für euch lohnt, haben wir einen genaueren Blick auf die beiden Optionen geworfen und zeigen euch, wie sich die Kontrahenten machen.

Was ist Google Stadia?

Während man normalerweise entweder physische Kopien von Games beim Laden des Vertrauens kauft oder digitale Games bei so was wie dem PS Store kauft, ist Stadia durchaus anders.

Durch das Kaufen eines Abonnements für Stadia bekommt ihr sofortigen Zugriff auf Spiele, die direkt auf euren TV, Laptop, Desktop oder das Pixel 3 in 4K-Auflösung mit 60 FPS gestreamt werden. Um Stadia auszuprobieren, hat Google eine Art Early Access mit der Premiere Edition gestartet.

Mit der Premiere Edition bekommt ihr drei Monate Stadia Pro, einen Google Stadia Controller und den Google Chromecast Ultra. Das Paket kostet euch 129 Euro, aber ist eine exzellente Wahl für alle, die nach einer All-in-One-Lösung suchen.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass ihr nach Ende der dreimonatigen Testphase von Stadia Pro monatlich 10 Euro für den Service bezahlen müsst. Zum Launch waren 22 Spiele für Stadia verfügbar und natürlich erscheinen immer weitere Titel und kommende Highlights wie Cyberpunk 2077 oder Doom Eternal.
Neben den gleich zum Launch kostenlos verfügbaren Titeln Destiny 2: The Collection und Samurai Shodown gibt es jetzt zum Dezember im Pro-Abonnement ebenfalls die Tomb Raider: Definitive Edition und Landwirtschafts-Simulator 19 kostenlos dazu. Wer zum Launch diese Titel gekauft hat, bekommt sein Geld zurück. Aber das nur nebenbei. Hier die Launch-Titel von Google Stadia:

    • Assassin’s Creed Odyssey
    • Attack on Titan: Final Battle 2
    • Destiny 2: The Collection
    • Farming Simulator 2019
    • Final Fantasy XV
    • Football Manager 2020
    • Grid 2019
    • Gylt
    • Just Dance 2020
    • Kine
    • Metro Exodus
    • Mortal Kombat 11
    • NBA 2K20
    • Rage 2
    • Rise of the Tomb Raider
    • Red Dead Redemption 2
    • Samurai Shodown
    • Shadow of the Tomb Raider
    • Thumper
    • Tomb Raider 2013
    • Trials Rising
    • Wolfenstein: Youngblood

Stadia ist allerdings nicht der einzige Cloud-Streaming-Service, denn ab 2020 wird der Service mit Microsoft und Project xCloud konkurrieren müssen. Aber, wie vergleichbar sind die beiden Services? Ist es sinnvoll, jetzt schon Stadia zu kaufen oder sollte man auf xCloud warten?

Wie ist Google Stadia im Vergleich zu Microsoft xCloud?

Es ist schwierig, Stadia und xCloud direkt zu vergleichen, da beide Services doch sehr unterschiedlich sind – obwohl beide Cloud-basiertes Streaming als Basis haben. Im Bereich Spiele hat xCloud klar die Nase vorn, weil der Service auf eine riesige Bibliothek zurückgreifen kann.

Während der Preview-Phase waren bei xCloud bereits 50 Spiele verfügbar, das sind doppelt so viele, wie Stadia zum Launch hatte. Für diejenigen unter euch, die eine Xbox One haben, ist xCloud auf jeden Fall die bessere Option. Microsoft hat zwar noch keine Preismodelle und -optionen für xCloud bekanntgegeben, es ist aber klar, dass Besitzer der Xbox One ihre Konsolen als kostenlose, virtuelle Server nutzen können.

Besitzer von PCs, Android-Geräten oder Tablets werden weitere Vorteile bei xCloud sehen. Interessant ist weiterhin, dass ihr keinen neuen Controller für xCloud braucht, ein Xbox One Controller kann genutzt werden, solange er kompatibel mit Bluetooth ist. Ein gutes Beispiel ist, dass wir schließlich einen Xbox One Controller nutzen, um Titel von Game Pass auf PC zu spielen, mit xCloud wird es scheinbar genauso funktionieren.

Wenn ihr allerdings ungeduldig seid und jetzt Cloud-Streaming ausprobieren und nicht warten wollt, dann ist Stadia die einzige Option, schließlich gibt es den Service schon. Natürlich gibt es zunächst weniger Launch-Titel als bei xCloud – es gibt erst mal 22 Games – aber es werden natürlich immer mehr Titel dazukommen.

Stadia verspricht Streaming in 4K bei 60 FPS, wobei natürlich die individuelle Erfahrung stark von der eigenen Internetverbindung abhängt. Die Gesamtkosten von Stadia scheinen insgesamt höher zu sein als bei xCloud, schließlich muss man bei Stadia monatliche Kosten von 10 Euro einplanen und Microsoft hat noch keine Preise für xCloud bekanntgegeben.

Es wird günstigere Abonnementsoptionen ab 2020 geben, für diejenigen, die kein 4K brauchen oder nutzen können, und mit diesen Optionen wird das Streaming auf 1080p limitiert. Das wird günstiger sein, aber trotzdem wird man eine monatliche Gebühr zahlen müssen.

Zusätzlich müsst ihr auf Stadia die Spiele kaufen, da nur wenige Spiele (zurzeit) kostenlos oder im Abonnement enthalten sind (außer den vorher genannten Titeln).

Stadia ist verfügbar auf PC, Tablets und dem Pixel Smartphone von Google. Zum Start wird xCloud laut Angaben von Microsoft die meisten Android-Geräte unterstützen, wogegen Stadia eben nur das Pixel zum Launch unterstützt. Das ist etwas, das man nicht vergessen darf, wenn man Stadia auf Mobilgeräten nutzen möchte.

Zusammenfassung

Noch ist es etwas früh, sich komplett festzulegen welcher Service besser ist: Stadia oder xCloud. Microsoft gibt immer wieder Informationshäppchen zu xCloud raus, aber der Service wird eben erst 2020 verfügbar sein, deshalb ist ein echter Direktvergleich zu Stadia gar nicht möglich.

Nach den reinen Informationen, die uns jetzt vorliegen, wird xCloud wohl die bessere Wahl sein, besonders für Besitzer einer Xbox One. PC-Spieler mit einer guten Internetverbindung können mit Stadia jetzt schon in die Welt des Spiele-Streamings eintreten.

Leider gibt es durchaus ein paar Nachteile für diejenigen, die sich jetzt schon für Stadia entscheiden, unter anderem die limitierte Auswahl an Games und die wenigen Optionen für Abonnements. Google hat versprochen, dass es bei beiden Punkten Nachbesserungen geben wird, aber dafür muss man eben bis 2020 warten.

Es ist natürlich immer cool, bei einer neuen Technologie aufzuspringen und Stadia in dieser frühen Testphase auszuprobieren, aber vielleicht solltet ihr warten bis sich alles ein wenig eingependelt hat und xCloud ebenfalls verfügbar ist.


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